Kinder und Jugendliche in Trauer stärken
Zielsetzung
Es ist wichtig, trauernde Kinder und Jugendliche zu begleiten und zu unterstützen. Dabei stellt sich die Frage, wie Lehrende, Sozialarbeitende und Erziehende mit der Trauer und dem Verlust umgehen können, den Kinder und Jugendliche erleben. Die Themen Trauer, Tod und Sterben stehen dabei im Mittelpunkt.
Es ist von großer Bedeutung, Kinder und Jugendliche in Trauersituationen nicht nur im Ernstfall zu begleiten, sondern auch präventiv Strukturen zu schaffen, die einen offenen, sicheren und altersgerechten Umgang mit Verlust, Tod und Sterben ermöglichen.
Aufgaben
Sterben ist ein soziales Geschehen: Ein Mensch stirbt, und Angehörige, Freunde und Bekannte trauern um ihn. Oft beginnt die Trauer schon, wenn wir erfahren, dass wir jemanden verlieren werden. Trauer ist Teil von Beziehung – manche sagen, sie sei der Preis der Liebe.
Auch Kinder und Jugendliche trauern, wenn Angehörige, Freundinnen oder Freunde oder Mitschülerinnen und Mitschüler sterben. Daher ist es wichtig, gemeinsam zu überlegen, welche Angebote Einrichtungen brauchen, um den Bedürfnissen junger Menschen gerecht zu werden.
Die Entwicklung präventiver Angebote zum Umgang mit Verlust und Abschied ist zentral, um früh zu sensibilisieren und Bewältigungsstrategien zu vermitteln. Ebenso wichtig ist die Sensibilisierung von Eltern, Lehrkräften und Betreuungspersonen für einen offenen und unterstützenden Umgang mit Trauer im Alltag. Ergänzend hilft die Vernetzung relevanter Fachstellen, bestehende Hilfen besser zugänglich zu machen und Betroffene gezielt zu unterstützen.
Mitglieder
Die AG setzt sich aus Fachkräften verschiedener Bereiche zusammen, um eine umfassende Perspektive sicherzustellen:
Hospizdienste, Lehrkräfte, Schulsozialarbeitende und weitere Fachkräfte aus Schule, Jugendhilfe und Bildungsarbeit.
Arbeitsweise und Treffen
Die Treffen der AG finden in Präsenz statt, um einen intensiven Austausch und direkte Zusammenarbeit zu fördern. Die Treffen erfolgen einmal im Quartal.
Nächstes Treffen:
- Datum: 24.04.2026 (Beispiel)
- Ort: PZTA (Beispiel)
Bei Interesse an einer Mitarbeit können Interessierte, die Netzwerkkoordinatorin für den hospizlich- palliativen Bereich Julia Bernstorff, kontaktieren: bernstorff@gesundheitsnetzwerk-luebeck.de
Ergebnisse und aktuelle Themen
Die AG besteht seit einigen Jahren und organisierte sich hauptsächlich an Online-Treffen mit verschiedenen Themenschwerpunkten und zahlreichen Aktionen. Zuletzt wurde im Jahr 2025 im Rahmen des „Festival der Endlichkeit“ am Travebogen im Oktober eine Filmreihe für verschiedene Klassen durchgeführt. Außerdem stellte sich die AG auf dem 1. Lübecker Forum für Hospiz- und Palliativversorgung vor.
Aktuelle Schwerpunkte:
- Es wird angestrebt, eine jährliche Veranstaltung auszurichten und diese als festen Bestandteil zu etablieren.
- Themen sollten in den Schulen einheitlich behandelt werden. Dabei sollten sowohl präventive als auch interventionsbezogene Ansätze berücksichtigt werden. Relevante Unterrichtsfächer sind Religion und Philosophie. Zudem wird eine Verankerung in den schulinternen Krisenteams angestrebt.
- Projekte/Themen: Letzte Hilfe Kids, Friedhofsbesuche (z. B. Projekttage für Grundschulklassen) Angebot einer Trauerbox / Kofferprojekt
- "Verlust von Heimat" als Trauererfahrung
- Teilnahme der AG beim 2. Lübecker Forum HOSPIZ- UND PALLIATIVVERSORGUNG
